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Funkschlüssel anlernen Clio-2 Bj. 2004
#1
Hallo zusammen,

Vor einer Woche habe ich einen Clio-2 Baujahr 2004 gekauft. Leider hatte der Verkäufer nur noch einen Funkschlüssel und ich möchte es vermeiden einen megateuren Schlüssel bei Renault zu kaufen.
Ich habe schon etliche threads hier gelesen zu dem Thema will aber vor dem nächsten Schritten nochmal sicherheitshalber nachfragen.

Nach der Anleitung hier im Forum habe ich:
  • ELM127 USB Adapter gekauft
  • zweiten Schlüssel bestellt (noch nicht da)

433MHz PCF7946 Chip 1 Taste Fernbedienung Autoschlüsselanhänger für Renault Twingo Clio Master Kango 2001-2008 NE73-1B
Frequenz:433Mhz
Chip:ID46/PCF7946
  • ddt4all und clip tool installiert
  • CH340 Treiber vom Adapter installiert

Ich habe dann heute mal eine erste Testsitzung im Auto gemacht.
Also:

"X65 - CLIO II" ausgewählt

"UCH - X65 phase 2_soft 4.1 á 5.2" ausgewählt

"identification calculateur" ausgewählt

Das Ergebnis war folgendes:

Code:
REFERENCE RENAULT:       P8200311989
type de calculateur:     X65 BDG
N° Hardware SAGEM:       2167590600
N° Revision Hardware:    000a
N° Version Logiciel:     0005
N° Revision Logiciel:    0003
N° de Serie Fournisseur: 003231
VDIAG:                   04


Wenn ich jetzt sehe "...soft 4.1 á 5.2" und beim auslesen dann "Version 0005" und "Revision 0003"
Vielleicht hab ich was falsches ausgewählt oder kann man da trotzdem einfach weitermachen wenn die Revision um eins höher ist ?

Hier noch 2 Bilder von der UCH und dem einzigen vorhandenen Schlüssel:
   
   
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#2
Was bleibt dir anderes übrig als es zu versuchen?
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#3
Darauf wirds wohl hinauslaufen. Versuch macht kluch, oder wie war das noch Smile
Ich warte momentan ja noch auf den Schlüssel.

Aber was genau muss ich dann bei der manuellen Datenabfrage in ddt4all eingeben ?
Normalerweise ist das ja 10A0, danach 21D8 und dann byte 20 bis 25 kopieren

Bei Clio-2 mit Sagem ist das aber scheinbar anders. Auch das Offset bei den Bytes.

Ich hatte irgendwo das hier im Web gefunden:

"...for Clio2 with Sagem 9366, manual requests are 230200002020 ( Isk Code is bytes from 26-31)..."

Sind damit folgende 2 Eingaben gemeint:

10A0
230200002020

Wenn da was zurück kommt woran erkenne ich ob das Ergebnis brauchbar ist ?
Oder kann man da einfach try and error machen bzw wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit bei try and error die UCH oder den Schlüssel für immer abzuschießen ?
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#4
Der neue Schlüssel kam gestern an und heute hab ich einen ersten Test gemacht.
Ich bin also alle Schritte durchgegangem und habe dann abgebrochen und nicht "Valider" angeklickt.

Der Ablauf war in etwa so:

UCH identifikation wie gehabt:


   


Also ran an die ISK:

Zunächst der Versuch einer Anfrage NUR mit: 230200002020

Ergebnis 3 bytes 7F 23 22

Das kann es also nicht sein

Nächster Versuch nacheinander:

Anfrage: 10A0 (Start der Kommunikation)
Anfrage: 230200002020

Ergebnis 33 bytes. Das sieht schon besser aus.
Die Sequenz beginnt aber nicht mit 61 wie in der Anleitung beschrieben und es sind auch nur 33 und nicht 37 bytes.

Code:
1  2  3  4  5  6  7  8  9  10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33
63 39 35 39 34 37 39 15 90 00 00 00 00 00 00 00 10 02 00 00 00 00 00 00 00 84 0A B3 B6 D3 2C 84 0A 
ISK                                                                      ->84 0A B3 B6 D3 2C<-ISK                 



   


Ok, ich mache trotzdem weiter mit dem Clip Tool
Das Clip Tool liefert die folgende PIN

33 D5 EF 4C B1 25

Das Tool akzeptiert scheinbar jeden input der aus 6 bytes besteht. Eine Fehlermeldung kommt nur wenn man weniger oder mehr bytes eingibt.

ddt4all meldet dazu jedenfalls: "Code APV reconnu" = oui

   

Als letzten Schritt habe ich dann den Lernvorgang im Expertenmodus mit eingeschalteter Aktualisierung gestartet, den neuen Funkschlüssel in das Zündschloss gesteckt und die Zündung auf on gestellt.

ddt4all gibt daraufhin folgendes zum Schlüssel aus:

   

Bedeutet das dass der Schlüssel verwendbar ist und angelernt werden kann ? 

Vielleicht hat hat ja auch jemand hier mal ähnliche Erfahrungen mit Ungereimtheiten beim Anlernen von Schlüsseln erlebt und kann mir einen Tipp geben. Eine andere Bytezahl und nicht 61 am Anfang der Sequenz ist halt irgendwie blöd. Ich bin jedenfalls etwas unsicher und zögere noch den letzten Schritt zu gehen, "Valider" anzuklicken und die Werte in die UCH zu schreiben.
Im Internet suche ich schon seit Tagen vergeblich nach einer Dokumentation des Protokolls oder wenigstens brauchbaren Beispielen als Anhaltspunkt. 

Und, mal blöd gefragt, kann man die ECU/UCH eigentlich durch Abklemmen der Batterie in den Werkszustand zurücksetzen falls etwas schief geht und anschließend die Schlüssel erneut anlernen ?
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#5
Es spricht der Blinde von den Farben (ich, der Ulli).
Die Linke Spalte sagt dass der vorliegende Schlüssel jungfräulich ist und nicht verriegelt.
Der geht also.
Eine UCH jungfräulich zu machen ist einfacher als man denkt und dann gefährlich, wenn man den Werkstattcode nicht hat.
https://www.twingotuningforum.de/thread-...pid8802459
Da ich meinen von Renault habe, kann ich dir sagen dass er so wie bei dir 12stellig hexadezimal ist.
Sprich jede Stelle läuft von 0 über 9 und A bis F.
Aber, so wie ich das sehe bist du nicht exakt so wie hier vorgegangen
https://www.twingotuningforum.de/thread-42201.html
Geteiltes Wissen ist doppeltes Wissen
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#6
Hallo Ulli und danke für die Info!

Eigentlich hab ich mich exakt an die Anleitung gehalten. Nur bei der ISK musste ich abweichen. Steht aber auch so in der Anleitung unter "andere Autos von Renault und Dacia".

Der Befehl für die Bytesequenz beim Clio2 ist dort so angegeben:

"Clio 2 (einige Modelle) mit Sagem 9366 - 230200002020 ( ISK Code Bytes 26-31)"

Das hab ich gemacht. Erst nur "230200002020" und dann mit der Anfrage "10A0" vorab.

Nur mit "10A0" vorab und anschließend "230200002020" kommt überhaupt etwas brauchbares zurück.
Und das sind eben die 33 bytes die mit "63" anfangen.

Wenn man die Bytesequenz betrachtet kann man immerhin erkennen dass, wie in der Anleitung bei der Beschreibung für den Twingo, in der Mitte der Antwortsequenz etliche 00 bytes sind. Die ISK beginnt nach den ganzen 00 bytes.
Bloss sind es hier beim Sagem halt 33 bytes die mit 63 beginnen.

Was ist das eigentlich genau was ddt4all auf die Anfrage zurück liefert. Ich meine der String von bytes in dem die ISK drin ist. Was bedeutet der ganze String ?

Ich habe zur Sicherheit mal den ganzen Log Ordner von dieser ddt4all session gespeichert und auch während der Sitzung ein json file als Backup gespeichert.

Es ist total blöd dass es keine Dokumentation zu dem Programm gibt. Das ecu_ddt.log ist umfangreich aber besteht nur aus Zahlen. Wenn man halt wüsste was sie bedeuten wäre das sicher interessant ... Smile
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#7
Ich hab jetzt mal zwei Renault Werkstätten angemailt um zu erfahren was die NUR für das Anlernen eines Zweitschlüssels verlangen. WENN sie es denn überhaupt machen bei einem mitgebrachten Schlüssel.

Ansonsten recherchiere ich weiter und stöbere jetzt auch ein bischen im Python Quelltext. Als ehemaliger Programmierer ist mir das vertraut und vielleicht finde ich ja was interessantes.

Einfach so weiter zu machen, mit dem Risiko dass danach das Auto gar nicht mehr bewegt werden kann weil die UCH oder das ECU oder beide Schlüssel nicht mehr wollen... nee, damit kann ich mich im Moment nicht anfreunden.
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#8
Ok, so wie's aussieht alles mein Fehler. Ich hab gerade eben realisiert dass ich die Anleitung falsch verstanden habe.

In der Anleitung steht:

5.3 andere Autos von Renault und Dacia
...
Siemens 9366 - 10A0 and 21D8 ( ISK Code Bytes 20-25)
Sagem 9366 - 10A0 and 21FF ( ISK Code Bytes 20-25)
Johnson - 10A0 and 21FF ( ISK Code Bytes 20-25)
Laguna - 10A0 and 21DC ( ISK Code Bytes 20-25)
Clio 2 (einige Modelle) mit Sagem 9366 - 230200002020 ( ISK Code Bytes 26-31)

So, und da hab ich dummerweise direkt die Version mit  "...230200002020 ( ISK Code Bytes 26-31)" angewendet.
Das war falsch. Ich habe also alles noch einmal mit "Sagem 9366 - 10A0 and 21FF ( ISK Code Bytes 20-25)" gemacht und siehe da, die Antwort hatte 37 bytes und fing auch mit 61 an.

Der Rest funktionierte auch soweit gut. Ich musste aber wieder abbrechen weil der neue Funkschlüssel diesmal scheinbar nicht richtig erkannt wurde. Ein separates Popup was so wie in der Anleitung beschrieben nach 5 Sekunden die "Info apprentisage cles ...1er clé ... OK" anzeigt habe ich allerdings nicht gesehen.

Hier mal ein Screenshot vom ersten Schlüssel (der alte 433mhz original Renault)

   

Und hier ein Screenshot vom neuen Schlüssel

   

Also, mein Problem ist jetzt dass der neue Schlüssel nicht mehr angenommen wird. Woran liegt das jetzt ? Ich verstehe es nicht. Allerdings hat der Schlüssel 866 mhz. Gestern wurde das noch erkannt und angezeigt. Heute nicht mehr. Und der Schlüssel ist auch nicht mehr jungfräulich ("vierge"). Wieso eigentlich ? ich habe nichts gespeichert, also kein "Valider" angeklickt.

Wie auch immer, der neue Schlüssel wird wegen falscher mhz oder aus irgendeinem anderen Grund nicht mehr akzeptiert. Ich brauche also einen neuen NEUEN Schlüssel. Ansonsten denk ich dass es jetzt klappen würde mit dem Schlüssel anlernen.
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#9
(18.07.2026, 19:08)milano schrieb: Bloss sind es hier beim Sagem halt 33 bytes die mit 63 beginnen.

Was ist das eigentlich genau was ddt4all auf die Anfrage zurück liefert. Ich meine der String von bytes in dem die ISK drin ist. Was bedeutet der ganze String ?
Hi Wenn das Request Startbyte 23 ist, muss das  Response Startbyte 63 sein, wie 21-61 und 22-62 oder 31-71. Der String ist ein Teilstück des Eeprom Inhalts. Foto die 2201 löscht die  Daten der UCH.
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#10
Aha, interessant!
D.h. wenn man den simplen kurzen Befehl 2201 absendet wird ohne Sicherheitsabfrage direkt die UCH bzw. der Eeprom komplett gelöscht. Das wäre dann das Ende der UCH ? Was ist das für ein Programm auf dem Foto ?

Ich suche jetzt erst mal einen neuen Schlüssel der auch funktioniert. Also eine Taste, 433 mhz, PCF7946 und eine NE73 Klinge.
Wo kann man die Schlüssel günstig kaufen. Hat jemand einen Tipp ?
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#11
tom13 könnte uns jetzt noch erklären wie man einen verprogrammierten Schlüssel mit einem ZedBull wieder jungfräulich macht und auch wie man ihn entriegelt wenn er auf verriegelt steht.
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#12
Das wäre cool. Geht das auch mit so einem "Mini Zed Bull" Gerät für ca. 50 € ?

Und noch was. Könnte man nicht auch einen einfachen Schlüssel machen und NUR nen Transponderchip ohne Platine da einsetzen ?

Beispielsweise so einen hier

Wäre dann halt alles ohne ZV im Schlüssel.
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#13
(19.07.2026, 18:19)milano schrieb: Aha, interessant!
D.h. wenn man den simplen kurzen Befehl 2201 absendet wird ohne Sicherheitsabfrage direkt die UCH bzw. der Eeprom komplett gelöscht. Das wäre dann das Ende der UCH ? Was ist das für ein Programm auf dem Foto ?
Hi 2201 stellt den Auslieferungszustand ohne Wegfahrsperre her. Das Programm ist ein Datei Editor.
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#14
Dann wäre es ja total einfach und für jedermann machbar die WFS komplett zu entfernen. Wo ist der Haken ?

Habe gerade das hier auf ebay gefunden.

Könnte man so einen Chip mit ddt4all anlernen und in ein leeres Schlüsselgehäuse kleben oder direkt an die Spule am Zündschloss ankleben um die WFS dauerhaft abzuschalten ?
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#15
Das Problem ist dass das Motorsteuergerät den Freischaltcode haben möchte.
Ohne den richtigen fährt es nicht.
Das Motorsteuergerät kann man ebenfalls jungfräulich machen, aber dann fährt es auch nicht.
Es muss codiert sein und erwartet den betreffenden Code, sonst läuft es nur für zwei Sekunden.
Das mit dem kleinen Transponder funktioniert, die billig Twingo ohne ZV haben genau den drin.
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