Es braucht sich niemand einzubilden, er könne einen 25 Jahre alten Sensor da herausbekommen. Gleich den Kopf ab und ausbohren.
![[Bild: twingo-22193729-DFM.jpg]](https://pics.twingotuningforum.de/pics/2026/04/twingo-22193729-DFM.jpg)
Trotzdem dauert es eine halbe Stunde, bis der Sensor draussen ist. Der neue will nicht reinpassen, weil im Loch jede Menge Restrost ist. Sandpapier muss herhalten.
![[Bild: twingo-22194145-Plh.jpg]](https://pics.twingotuningforum.de/pics/2026/04/twingo-22194145-Plh.jpg)
Zu breit darf man auch nicht schleifen, der Sensor darf keinen Spielraum haben. Ich habe das Loch eingefettet und auch den Sensor, obwohl die KI dringend davon abgeraten hat, Fette oder Kupferspray zu benutzen.
Vielleicht stimmt es, wenn die KI Folgendes sagt: Den Bereich, wo der Sensor sitzen wird, wirklich blank polieren, da der Sensor über die Schraube selbst und über die Auflage eine Masseverbindung braucht. Der Sensor ist in dem Bereich, wo die Schraube reingedreht wird, absichtlich nicht mit Plastik verkleidet. Der Sensor muss laut KI Massekontakt haben.
Nach dem Einfetten habe ich den Sensor schon mit Nachdruck in das Loch gepresst. Da ich wusste, dass ich den Sensor danach weder herausziehen noch drehen kann, falls die Löcher nicht übereinstimmen, habe ich den Sensor an einem Schraubendreher (dessen Spitze im Loch steckt) heruntergleiten lassen.
![[Bild: twingo-22195142-nNZ.jpg]](https://pics.twingotuningforum.de/pics/2026/04/twingo-22195142-nNZ.jpg)
Die Erfahrung, die ich dabei gemacht habe, ist:
Es ist wesentlich schwerer, die Welle aus der Nabe herauszubekommen. Man kann ziehen und drücken, wie man will – es ist ein Kampf, und die Welle will gar nicht raus. Man muss sich die Sache genau anschauen: Was will ich? Wie bekomme ich es hin? Welche Lösung ist die richtige?
Wenn die Welle raus soll, den Kopf richtig in den Radkasten stecken und sich Gedanken machen: Wie herum soll ich das Lenkrad bis zum Anschlag drehen, damit die Welle mehr Spielraum hat?
Irgendwann muss die Welle wieder rein, und sie geht fast von allein wieder rein. Aber auch diesmal muss man sich fragen: Wie herum muss ich das Lenkrad bis zum Anschlag drehen? Lenkrad geradeaus gestellt ist schon mal ganz falsch.
Ich denke: Es ist ein Unterfangen, ohne Schlagschrauber zu arbeiten. Ich habe einen mit 450 Nm, volle Akkuladung. Ja, ich habe die Schrauben schon ein paar Tage vorher und danach immer wieder mit Rostlöser bearbeitet und den Rost so gut ich konnte heruntergebürstet. Trotzdem hat der Schlagschrauber bei zwei Schrauben besonders gekämpft – erfolglos.
Nach ca. zwei Stunden hatte ich die zwei Schrauben (Stoßdämpfer) endlich draußen.
Die Demontage ist eine Herausforderung für Mensch und Maschine.
Nächste Frage: Was mache ich mit der Bremsscheibe, wenn die Welle draußen ist? Ich habe das Rad unter das Auto geschoben und die Bremsscheibe darauf gelegt, damit der Schlauch für das Bremsöl nicht spannt.
Ich habe die Antriebswelle ziemlich sauber gemacht, sie und das Zahnrad mit Fett eingeschmiert und sachte darauf geklopft. Die KI hat zwar Aufstand gemacht wegen des Fetts auf der Antriebswelle und am Zahnrad, aber ich glaube, der KI geht es zu sehr um Umwelt- und Klimaschutz und nicht um Praktikabilität.
Fazit: Für 47 Euro (2x ABS-Sensoren, 2x ABS-Zahnräder) und nach acht Stunden war es soweit.
Wenn alles fertig ist, sollte man eine Fahrt oberhalb von 20 km/h machen. Dann geht die ABS-Warnleuchte aus.