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Querlenker à la Hausmarke - ein Erfahrungsbericht
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Fred58 Offline
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Beitrag #1
Querlenker à la Hausmarke - ein Erfahrungsbericht
Hallo,
wegen leichter Schwimmgefühle beim Twingofahren kontrollierte ich die Gummilager der Querlenker. Vorn rechts war eines defekt. Da ich selbst keine Pressse habe, bestellte ich bei einem großen Teilelieferer, den ich bisher vom Gefühl her als solide und preiswert empfand, einen kompletten Querlenker. Dank schneller Lieferung konnte ich schnell loslegen. Der Ausbau klappte gut, aber nicht so der Einbau. Eine Positionierung war unmöglich, da der lichte Abstand zwischen den Lagern 205 anstatt 199mm betrug. Aber wenigstens war das Referenzlager an der richtigen Stelle. Mit Schraube und Scheiben und Rohrstücken gelang es mir schließlich, auch das andere Lager zu positionieren. Doch ein Einbau war weiterhin unmöglich, da nun die Schenkel des Lenkers bei den Lagern 7mm zu hoch waren. Also alten Lenker wieder rein und reklamieren. 4-6 Wochen soll die Bearbeitungsdauer wohl dauern, sagte man mir.
Also neuen Lenker bei einem anderen Autoteilelieferanten geordert, wieder dessen Hausmarke, aber hier No Name. Der Lagerabstand war hier sogar 210mm, und keine der beiden Lagerpositionen stimmte. Aber ich wollte doch nun endlich reparieren. Also auf zu einem bekannten pensionierten Meister, der auch eine Presse hat. Hier nun ein Presswerkzeug angefertigt und die Lagerstellungen korrigiert. Die Schenkel waren auch etwas höher, aber nicht so toll wie beim Vorgänger. Nun alten Lenker wieder raus, und auch der neue passt wieder nicht. Nun hatte ich keine Geduld mehr. Mit Flex, Hammer, Amboss und Feile machte ich den Lenker passend. Vor dem Einbau wendete ich noch die Befestigungsschrauben des Traggelenkes, da hier die Muttern nach oben verbaut waren. Das geforderte Drehmoment von 75 Nm überlebten diese Schrauben aber leider nicht und es bildete sich ein Endlosgewinde ... . Meine geliebte Flex löste aber auch dieses Problem und ich griff nun nach den alten Renault-Schrauben des alten Gelenkes.
Nun flutschte der Einbau und der Twingo steht wieder fest auf den Rädern. Die Spurkontrolle folgt noch, da das Lenkrad jetzt etwas schief steht.
Klar kann ich mir bei einem derart umgearbeiteten Lenker jede Reklamation sparen, aber der Twingo rollt wieder Very Happy
Rückblickend wäre ein Austausch der Gummilager billiger und viel schneller gewesen, auch wenn ich selbst keine Pressse besitze !!

[Bild: twingo-06090022-YYC.jpg]

Der alte, originale Lenker und das zuerst gelieferte Ersatzteil.

[Bild: twingo-06090049-CoZ.jpg]

Das zweite Teil. Zwar besser, aber noch nicht passend genug.

Ich meine, ich war bei beiden Lieferanten der erste Kunde, der versucht hat, deren Teil zu verarbeiten. Ansonsten müssten derart gravierende Mängel doch schon mal aufgefallen sein. ?

C06 7/1998 D7F
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06.06.2016 08:06
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onkel-howdy Offline
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Beitrag #2
RE: Querlenker à la Hausmarke - ein Erfahrungsbericht
Lass mich raten...der eine Teilefuzzi hat 3 Buchstaben, fängt mit A an und hört P auf?

Das Problem ist halt das die Teile irgendwo im billigsten Ausland gefertigt werden, nach irgendwelchen Zeichnungen die kein Mensch lesen kann. Die Teile werden IMMER reklamiert weil sie ja nicht passen können. Das fällt aber keinem Menschen auf weil NIEMAND ins Systemk schaut. Is halt so bei solchen billigheimern.

Das ganze kann ich noch toppen...so vor 10-15 Jahren waren ja mal Angel Eyes ziemlich in. Da gibts so ne Hinterhofklitsche in Backnang die mit "Made in Germany" Werbung macht, da hab ich dann gleich mal zugeschlagen. Scheinwerfer waren schon optisch ziemlich qualitativ minderwertig, ham aber geil ausgeschaut. Dabei waren auch Blinker. Diese wurden wie beim R5 nicht geschraubt sindern in 2 Führungen gesteckt und dann hinten mit einer Feder die an einem Nippel eingehängt war einfach eingehängt. So nur war der Nippel für die Feder eben abgerissen. Dumme Sache, 2. Blinker versucht. Selbes in grün! Die Verpackung abgesucht ob da nich Reste von drin liegen...war nix! Also alles zurück geschickt und einen neuen Satz bekommen. Selbes Spiel. Bei beiden Blinkern waren die Nasen abgebrochen! Also noch ein 3. mal neue bestellt und den defekten Satz zurück geschickt (vorher auch unsichtbar markiert nicht das mir die knaller immer den selben Satz Funzeln schicken) mit der bitte doch die NASEN zu kontrollieren. 3. Satz bekommen, AUCH NASEN ABGERISSEN! Mitlerweile gabs die Funzeln auch bei ATU, da hingefahren, gekauft und noch VOR der Kasse die Blinker gecheckt -> Auch kaputt! Das Lager mit 10 Sätzen leeren lassen und alle aufgemacht -> ALLE Nasen abgerissen.

Wie es sich hinterher unter vorgehaltener Hand rausgestellt hat wurden original Funzeln nach China geschickt um einen "Abdruck" zu machen von der Hinterseite zwecks der Passgenauigkeit. Dabei muss wohl den Chinesen die Schachtel runtergefallen sein und die Nasen der Blinker sind abgerissen. Das hat die nicht interesiert und die haben gemütlich den Abdruck gemacht und die Teile gespritzt. Es existiert bis HEUTE kein einziger Satz Blinker wo die Nasen dran sind!! Der Hersteller legte dann ein doppelseitiges Klebeband bei damit man die Blinker einkleben kann!

Und so wirds bei den Querlenkern eben auch sein. Die machen irgendwelche Leute die nicht wissen was sie da so treiben, kein Auto haben um Mass zu nehmen und ein QM System existiert nur auf dem Papier!
06.06.2016 09:21
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Fred58 Offline
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Beitrag #3
RE: Querlenker à la Hausmarke - ein Erfahrungsbericht
Erscheint logisch. Die Teile, welche passen, die werfen genug Ertrag ab um die Problemteile mit zu tragen. Ist wohl billiger, als Reklamationen wirklich zu BEARBEITEN.

C06 7/1998 D7F
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06.06.2016 11:58
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onkel-howdy Offline
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Beitrag #4
RE: Querlenker à la Hausmarke - ein Erfahrungsbericht
Viele Reklamieren wohl den Plunder nicht, bzw sind dann auch so blöd wie ich, kaufen das und machen es erst in 4 Wochen wen sie Zeit und Lust haben, dann zieht dein Umtauschen halt nicht immer.

Dazu muss man aber auch sagen das viele Firmen (wohl auch die von dir) einfach nicht wissen was sie da verkaufen. Ich hab auch mal bei (nach eigenen Angaben) Deutschlands grösstem Teilefuzzi eingekauft (und nie wieder). 3 Teile, und alle 3 waren entweder vom falschen Modell oder pasten nicht. ICH sollte dann für das passende Teil einen Aufpreis zahlen. Vielleicht ist das auch Firmenpolitik?
Scheint sich aber finanziell wohl zu lohnen sonst würde das ja kein Mensch machen. Aber solange halt Geiz eben geil ist läuft das. Es gibt ja auch wirkliche Spezialisten z.B. für Käferteile. Da fragen die schon von sich aus "Ey da gibts 2 verschiedene, welche brauchst?". Bei den grossen gibts halt ein Teil das past angeblich für alle Motoren. Und du weist das es nicht sein kann. Das interesiert die Kasper aber nicht. Dann gibts ggf ne schlechte Bewertung ab und schon kommen die mit "ach können wir uns nicht einigen? Wir bezahlen ihnen auch 2,50 (kein Witz!) dafür das sie die Bewertung zurück nehmen. So läuft das eben....
06.06.2016 12:28
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Fred58 Offline
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Beitrag #5
RE: Querlenker à la Hausmarke - ein Erfahrungsbericht
Also der zweite Teilelieferant hat nun reagiert. Ich zitiere mal aus der Email:

"... Wir bedauern, dass es zu diesen Problemen gekommen ist.
Leider ist eine Prüfung, ob es sich um ein Verpackungsfehler handelt, so nun auch nicht mehr möglich.
Darf ich Ihnen als Entschädigung einen Gutschein für unseren Onlineshop in Höhe von 5 Euro anbieten?
Beste Grüße,
...
"

Verpackungsfehler ??

Immerhin 5,00 EUR und nicht nur 2,50 EUR Laughing Aber ich habe bereits dankend abgelehnt. Ein Gutschein für deren Shop ist doch völlig sinnfrei.
Dass der Verkäufer kein Interesse hat zu erfahren, ob seine Artikel brauchbar sind, das will ich nicht unterstellen. Offensichtlich wissen sie bereits, dass sie Schrott verkaufen. Aber welcher richtige Schrauber baut wieder zurück, nachdem der alte Lenker endlich draußen ist, nur um die Reklamationsbedingungen erfüllen zu können ? Und darauf wird gebaut, darauf beruht das Geschäftsmodell.

Der Kauf erfolgte nicht über Ebay. Da braucht sich auch keiner sorgen wegen einer schlechten Bewertung.

C06 7/1998 D7F
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07.06.2016 15:04
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onkel-howdy Offline
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Beitrag #6
RE: Querlenker à la Hausmarke - ein Erfahrungsbericht
Naja auf der einen Seite ist ein Zugeständniss natürlich eine feine Sache. Aber wen man nun seine Zeit rechnet und ggf eine eigene Werkstatt hat...OK. Aber wer hat das den schon alles? In der Regel wird das dann in Selbsthilfewerkstätten gemacht. Da kost die Bühne Geld. So jetzt ist das alte Teil ggf nicht mehr zu gebrauchen oder wird beim Ausbau zerstört (z.B. bei einem Auspuff) und dann? Dann muss der Eimer einen Tag lang auf der Hebebühne oder auf dem Hof der Werkstatt stehen, man muss schauen wie man Heim kommt, das neue Teil auch irgendwie besorgen, am besten ist es noch Samstag mittag um 5 wo alle anderen Teilefuzzis zu haben, und, und, und...da sind dann 5€ halt "etwas" lächerlich als Entschädigung. UND das ganze noch unter dem Gesichtspunkt das es auf den Onlineshop erstellt wird wo dann halt nur der Gewinn schrumpft...

Das traurige dabei ist das diese Onlinebuden eben dem lokalen Teilefuzzi wen es nicht grad Stahlgruber ist auf kurz oder lang den Rang ablaufen und es dann nahezu nix mehr anderes gibt.
07.06.2016 17:01
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Beitrag #7
RE: Querlenker à la Hausmarke - ein Erfahrungsbericht
Ich hab Ruville eingebaut - kein Ärger
07.06.2016 17:09
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