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ZV Heckklappe beim Phase IV
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Fafhrd Offline
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Beitrag #1
ZV Heckklappe beim Phase IV
Hallo miteinander,

da ich bei zwei Phase IV (einem Kenzo 08/2005 und meinem aktuellen Initiale 07/2005) dasselbe Problem hatte und diese Lösung im Forum noch nicht gefunden habe, möchte ich das hier mal zur Diskussion stellen:

Problem:
- Die ZV der Heckklappe ver- und entriegelt nicht, an den Türen geht alles einwandfrei.
- Wenn man mit dem Ohr an die Heckklappe (vorzugsweise von innen) geht, hört man bei Betätigung zwar ein eher hilfloses "upp", aber das satte "klack" der Verriegelung will sich nicht einstellen.
- Das Problem tritt mal auf, mal wieder nicht - Beobachtung hat ergeben, dass es (zumindest bei meinen beiden Fahrzeugen) von der Außentemperatur abhängig war.

Ursache:
- Der ZV-Motor treibt über sein Ritzel ein Zahnrad an, das eine eingespritzte Kulisse besitzt - in diese greift ein Stift des Betätigungsbolzens ein und wird solcherart bei Drehung des Zahnrads hin- und hergeschoben. Dadurch wird dieses Zahnrad in axialer Richtung belastet. Diese Teile sitzen allesamt im Gehäuse des Antriebs und werden sichtbar, wenn man das Teil wie hier beschrieben ausbaut.
- Dieses Zahnrad ist nun aber nur einseitig gelagert (die angespritzte Welle ist einfach in eine "Bohrung" des Gehäuses gesteckt) und schwebt am anderen Ende frei herum (in seiner axialen Bewegung nur durch die zweite "Getriebegehäusehälfte" begrenzt, die nach Ausbau des Motors an der Heckklappe verbleibt). Das Zahnrad hat nur einen kleinen Ansatz, der sich dort abstützt, mehr nicht.
- Mit der Zeit scheinen sich sowohl dieser Ansatz als auch die gegenüberliegende Fläche einfach abzunützen, und dann passiert's: Wird der Motor in Schließrichtung betrieben, dann hebt die Belastung duch den Schließbolzen das Zahnrad etwa 1mm aus seinem Lagersitz hoch - die Mechanik verkantet sich und die ZV ruckelt danach nur mehr, öffnet & schließt aber nicht.

Behebung:
- Zunächst hab ich mit dem Festziehen der einen Torx-Schraube des Motorgehäuses gespielt - das ging im Bereich von ca +- 10°C. Beim Kenzo hatte ich das bei 10°C Außentemperatur eingestellt, über 20°C und unter 0°C war daher nix mit ZV.
- Da alles sonstigen Versuche gescheitert sind (es ging immer nur bis zum nächsten Schließen, beim ersten Öffnen hat das Teil wieder blockiert), war der einzige Schluss: "Das Zahnrad muss axial gegen etwas Definiertes anlaufen können".
- Mangels anderer Bauteile & Ideen habe ich daher eine paßliche kleine Senkschraube aus der Bastelkiste genommen, mit etwas Fett in die Hohlwelle des Zahrads "geklebt", den restlichen Antrieb auch großzügig gefettet und das Ganze wieder montiert. Bei der Wahl der passenden Senkschraube ist ein wenig Versuch angesagt - ich hatte bei der dritten die richtige Größe in der Hand, die weder zu locker sitzt noch nach dem Festziehen der Gehäuseschraube den Motor bremst.

zu beachten:
- Die verwendete Senkschraube sollte tunlichst keine dieser neumodischen selbstversenkenden Spax-Schrauben sein, das täte der Hohlwelle vmtl. nicht gut.
- Möchte man den Motor in ausgebautem Zustand testen, so halte man bitte den Schließbolzen mit einem Finger fest - der hat innen keinen Anschlag und fliegt sonst meterweit davon. Speziell lustig, das Teil auf einer öffentlichen Verkehrsfläche suchen zu dürfen Wink
- Achtung auch beim verwendeten Fett (die Spezialisten hier kennen sicher was Geeignetes): Ich hatte mir für den Zweck ein "Universalfett - geeignet für alle Kunststoffe" zugelegt. Hat sich was mit "alle Kunststoffe" - in dem Antrieb gibt es einen orangefarbenen "Schnüffel", der ab Werk wohl als Schmiernippel dienen sollte (als Wasserablauf scheint er mit aufgrund der Einbaulage untauglich). Genau dieser Schnüffel ist durch das Fett aufgequollen und hat nach ein paar Wochen wiederum das Zahnrad blockiert. Ich hab den mangels erkennbaren Nutzens einfach mit einer Zange nach außen rausgezogen, seitdem ist Ruhe.

Das Ganze funktioniert jetzt seit etwas mehr als 2 Jahren problemlos - vielleicht hilft's ja jemandem, bevor er sich einen neuen ZV-Motor zulegt.

HTH,
-wolfgang
15.09.2019 14:05
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Beitrag #2
RE: ZV Heckklappe beim Phase IV
Keine Bilder gemacht?

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15.09.2019 14:20
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Fafhrd Offline
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Beitrag #3
RE: ZV Heckklappe beim Phase IV
Sorry, nein, hab ich damals nicht. War viel zu grantig auf diese Konstruktion, um an Bilder zu denken. Aber ich versteh den Wink Wink Hab mal den Kamera-Akku an die Ladung gehängt...
15.09.2019 14:30
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Fafhrd Offline
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Beitrag #4
RE: ZV Heckklappe beim Phase IV
Da mir das mit der Cam zu lange dauert, hab ich's mal mit dem Handy versucht... bitte entschuldigt die Bildqualität, ich hoffe, man erkennt das Notwendige:

Also, zuerst mal: Es ist ein Phase IV:
[Bild: twingo-15174635-136.jpg]

Dann: Innenverkleidung der Heckklappe abnehmen - sind 5x Clips & jede Menge Karosseriekleber (oder sowas in der Art). Man sieht in der Mitte den ZV-Motor schon weiß leuchten:
[Bild: twingo-15174801-It6.jpg]

Der Motor "von vorn", mitsamt der einzigen Torx-Schraube, die ihn hält (die kleine rechts unten):
[Bild: twingo-15174915-XJs.jpg]

Naja, und hier nun die Innereien. Eigentlich wollte ich die von mir eingesetzte Schraube entfernen, um den Originalzustand darzustellen - die sitzt aber mittlerweile so fest, dass mir das mit dem ganzen Fett rundum nicht gelungen ist. Darum ein Bild *mit* Schraube - das Schwarze Zahnrad ist dasjenige, das sich ansonsten (hier in Richtung des Betrachters) unstatthaft aus seiner Lagerung bewegt:
[Bild: twingo-15175121-wFC.jpg]

Kann man dem folgen? Sonst versuche ich es beizeiten mal mit etwas, das den Namen "Kamera" verdient Wink

HTH & bitte um Input,
-wolfgang
15.09.2019 16:54
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Beitrag #5
RE: ZV Heckklappe beim Phase IV
Danke, das reicht fürs nachmachen wenn es denn mal fällig wird.

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15.09.2019 16:59
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Fafhrd Offline
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Beitrag #6
RE: ZV Heckklappe beim Phase IV
Ah ja, da ich anscheinend meine Beiträge (noch?) nicht editieren kann: Die Schraube ist *nicht* in die Hohlwelle des Zahnrads eingeschraubt, die steckt nur einfach so drin. Entscheidend ist nur der konische Schraubenkopf - mir erschien das hinreichend & sinnvoll, weil sich das Zahnrad je nach Temperatur dann quasi aussuchen kann, wo und wie stark es axial aufsitzt. Natürlich hätte man das auch mechanisch ansprechender lösen können...

cheers,
-wolfgang
15.09.2019 17:08
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