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Getriebeprobleme nur über Nacht
#1
Hallo zusammen,

mein Twingo 2 hat in letzter Zeit über Nacht ein merkwürdiges Problem. Angefangen hat es mit der Hitzewelle. Wenn der Wagen vorne leicht erhöht steht über Nacht, kracht am Morgen der Rückwärtsgang beim Einlegen. Das passiert nicht, wenn der Wagen über Tag am Bahnhof steht, obwohl er da auch leicht schräg steht.
Im Fahrbetrieb verhält sich das Getriebe unauffällig und schaltet weich und präzise.

Vor rund zwei Jahren ist die Kupplung in einer ehemaligen Renault-Werkstatt komplett neu gemacht worden. Den Getriebeölstand habe ich kontrolliert, der ist ok.

Es hilft, wenn ich vor dem Start die Gänge einmal durchschalte, wobei ich aber auch das Gefühlt habe, der Motor tut sich beim Morgendlichen Start "etwas schwer".

Könnte es sein, nur ein Gefühl, das die Kupplung über Nacht klebt?

Fahre ich direkt vorwärts los, kracht es nicht. Steht der Wagen gerade, kracht es nicht, manchmal ist der Rückwärtsgang dann nur etwas hakelig, kracht aber nicht.

Ich bin ratlos, vielleicht hat jemand eine Idee.
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#2
Ich fang mal ganz anders an.
Wenn der Wagen vorne hoch steht und man will rückwärts, dann rollt der doch schon von alleine.
Wann und wie genau legst du den Rückwärtsgang ein?
Ich starte normalerweise im Leerlauf, kupple und lege den Gang ein.
Da ich aber ein Rückwärtseinparker bin, starte ich immer nach vorne.
Wenn ich ankomme, dann lege ich den Rückwärtsgang ein, und wenn ich da zu flott bin, kracht es auch schon mal.
Deswegen hier die Frage: Wie lange trittst du die Kupplung bis zum Einlegen?
Wenn die Zeit keine Rolle spielt, sprich auch 5 Sekunden reichen nicht, dann hast du was mit Kupplung.
Wenn das sofort reproduzierbar ist, dann trennt die nicht.
Wenn das nur beim ersten Mal ist bzw es hilft zuerst einen Vorwärtsgang einzulegen, dann klebt die.

Dass alle Vorwärtsgänge synchronisiert sind, der Rückwärtsgang aber nicht, das weißt du?
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#3
Ich beschreibe es dann genauer:

Der Wagen ist mit angezogener Handbremse und im ersten Gang geparkt. Ich steige ein, stecke den Zündschlüssel, trete die Kupplung, schalte in den Leerlauf und starte dann, mit getretener Kupplung und getretenem Bremspedal, den Wagen. Dann löse ich, weiter mit getretener Kupplung und getretenem Bremspedal, die Handbremse und legen den Rückwärtsgang ein. Dann kracht es, aber nicht immer. Aber fast immer über Nacht, nie tagsüber oder nach 10 Stunden parken am Bahnhof. Der Abstellplatz ist nur minimal schräg, steht er ganz gerade, kracht es nie. Geht es vorwärts los, alles gut.
Mit ist klar, das der Rückwärtsgang nicht synchronisiert ist, aber das Problem hat erst mit Beginn der Hitzewelle begonnen und ich fahre den Wagen nun schon 5 Jahre problemlos.
Ich habe auch schon versucht, die Kupplung vorher mehrfach durchzutreten, das hattes du in einem anderen Thread mal beschrieben.

Frage: Wenn die Kupplung klebt müsste der Wagen doch dann beim Start im Gang, aber mit getretener Kupplung und loser Bremse losruckeln?
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#4
Wie soll das jemand aus der Ferne diagnostizieren? Was willst du da hören? Im Prinzip hat der Ulli alles geschrieben, was man dazu schreiben kann. Das kann man auch weiterspinnen... weil das Auto geneigt steht und weil die Drehmomentstütze altersschwach ist, neigt sich über Nacht der Motor/Getriebeblock nach vorn. Der Antriebsblock hat jetzt nach hinten etwas Spiel. Weil die Kupplung nicht 100% trennt oder verklebt ist, reißt es den Antriebsblock beim Einlegen des Rückwärtsganges nach hinten und es knallt. Beim Einlegen des Vorwärtsganges passiert nichts, weil das Drehmomentlager nach vorne anliegt und kein Spiel nach vorne hat. Weil es besonders warm ist ist der Gummi der Lager sehr weich und der Motor sackt daher über Nacht weiter ab als bei tiefen Temperaturen wenn der Lagergummi besonders hart ist... Tagsüber passiert nichts, weil die Kupplung durch permanente Betätigung halbwegs sauber trennt bzw. nicht gleich wieder verklebt.
Das ist alles zusammenorakeltes Zeug. Nur du kannst vor Ort prüfen und ermitteln, wo das Geräusch herkommt und was die Ursache ist. Die Motorlagerung würde ich aber trotzdem mal prüfen.
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#5
Danke für diese Info. Aber ich weiß nicht, welches Geräusch du meinst! Es kracht beim Einlegen des Rückwärtsgangs im Stand, mehr nicht.
Was ich möchte: Tipps, wo ich suchen kann. Zum Beispiel wäre ich dankbar, wenn mir jemand erklärt, wie ich ohne das Werkzeug (Bvi. 1133-01) das Schaltgestänge einstellen kann, denn im WHB steht es nur damit beschrieben.
Und nochmal: wir sprechen von einem Twingo 2.
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#6
Ich hole das hier nochmal hoch. Eine intensive Suche im Netz hat ergeben, das das Problem mit dem Rückwärtsgang von einem nicht korrekt eingestellt Schaltgestänge kommen kann. Das Problem ist aber, ohne das Werkzeug Bvi. 1133-01 geht das nicht, denn es sichert das Getriebe in einer Grundstellung.

Das Ding sieht so aus, im Bild steht auch die Teilenummer von Renault. Aber es ist nicht zu bekommen.

[Bild: twingo-18210746-vCB.jpg]

Es muss doch auch eine andere Möglichkeit geben, hat denn niemand eine Idee?
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#7
Also die Schaltung stell' ich nach Gefühl ein.
Und ich kann mir schlecht vorstellen dass es damit zusammenhängt.
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#8
Ich habe Kupplung gemacht und Motor getauscht an meinem schwarzen Twingo. Okay, es ist ein Twingo 1 aber er hat auch ein J-Getriebe. Da kann man nichts einstellen. Die Schaltstange kann man nur montieren und dann funktioniert das. Aber der 2er Twingo hat Schaltseile, oder? Keine Ahung aber die werden m..M.n. nur eingeklickt, zumindest ist das am Megan so.
Ich sehe das wie Ulli, das Problem kommt irgendwo von der Kupplung, Motorlagerung oder Spiel in den Antriebswellen; irgendwas versucht sich zu drehen und wird dann hart gestoppt, dadurch Kracht es. Es dreht sich weil die Kupplung nicht komplett trent.
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#9
Die letzten beiden Tage war wieder Ruhe, es war auch nicht so warm.
Zur Frage: Der Twingo 2 hat auch ein Schaltgestänge und im WHB wird die Einstellprozedur ausführlich beschrieben, leider halt nur unter Benutzung des Werkzeugs.

Könnte es denn auch ein Problem mit der Nachstellung sein? Wie kann ich die prüfen? Ich weiß, die Mechanik ist unten am Kupplungspedal verbaut, aber wie die richtig stehen muss, weiß ich nicht.
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#10
Nochmal nein.
Das hat nichts damit zu tun.
Und ich musste das schonmal einstellen.
Damals hat jemand versucht den Schaltknüppel abzureißen.
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#11
Der Twingo 2 GT und der Diesel haben nur die Schaltseile, soweit ich auf dem Schrottplatz bisher gesehen habe. Alle anderen haben wie beim Twingo 1 die Stange.
Dort habe ich nur flüchtig geschaut und sah ähnlich dem Twingo 1 aus, mit der Befestigung und dem Gummi.

Hast du schon mal probiert den Wagen einfach ein bisschen Rückwärts rollen zu lassen, dann anhalten und den Gang einlegen. Kracht es da auch? Oder mit Zwischengas testen.
Vielleicht ist es der Synchronring, das dieser in diesem Moment nicht richtig steht und dann kracht es natürlich, wenn der Gang kommt.
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#12
Der Rückwärtsgang ist ja nicht synchronisiert.
Da kann es eventuell vorkommen dass der Gang nicht rein will weil die Zähne blöd stehen so wie du es beschrieben hast.
Da lässt man eventuell mal die Kupplung kommen und legt ihn dann ein.
Wartet man nicht lange genug, dann kracht es.
So oder so, für mich ist das ein kosmetisches Problem.
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#13
Bei meinem alten 98er Twingo mit 220.000 km auf der Uhr und erster Kupplung, musste ich auch erst immer den ersten Gang einlegen und dann erst den Rückwärtsgang sonst hat's auch leicht gekracht, gewöhnt man sich dran.
Bleibt gesund und haltet bitte Abstand

Mein MC Silver, Megane CC Bj 2006 K4M,112PS, 210 Tkm gelaufen
Die Peaches meines Sohnes, Twingo Bj 03.2003 Beach, D7F, mit UCH etwas über 190 Tkm gelaufen.
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#14
Vielen Dank für die ganzen Antworten. Das Fazit der Antworten ist, das gelegentliche Krachen beim Einlegen des Rückwärtsgangs ist lästig, aber der fehlenden Synchronisierung geschuldet.

Dann bin ich fein damit und suche nicht länger nach dem Fehler, der keiner ist.

Vielen Dank.
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