Hallo liebe Leute,
ich bin neu hier.
Vor etwa zwei Monaten habe ich einen Twingo Mk 2 (2014), 1.2 mit 75 PS und 144.000 km gekauft.
Nach dem Kauf wollte ich eine vollständige Inspektion durchführen lassen – Öl, Ölfilter, Zündkerzen, Wasserpumpe, Zahnriemen und Keilriemen, Ölwanne, Ansaugkrümmer-Dichtungssatz, Ventildeckeldichtung sowie einige Buchsen bzw. Fahrwerkslager.
Bevor diese Teile gewechselt wurden, lief das Auto etwa 2.000 km lang absolut problemlos.
Unmittelbar nach den Arbeiten traten jedoch Probleme auf. Das Auto steht nun schon seit zwei Wochen in der Werkstatt, und ich kann es immer noch nicht zurückbekommen.
Beim Starten läuft der Motor die ersten 10–15 Minuten ohne Probleme. Danach erscheinen die Motorkontrollleuchte und das Schraubenschlüssel-Symbol im Armaturenbrett. Das Auto geht in den Notlaufmodus und läuft sehr unruhig – es ruckelt, klingt merkwürdig und hat keine Leistung – einfach furchtbar.
Laut Diagnose werden die Fehlercodes P0301, P0302, P0303, P0304 (Fehlzündung in Zylinder X erkannt) sowie P0300 (zufällige/mehrfache Fehlzündungen erkannt) angezeigt.
Der Mechaniker hat die Zündspule und die Kabel gewechselt, aber das Problem ist weiterhin vorhanden. Er hat auch verschiedene Kombinationen ausprobiert – alte Zündkerzen mit neuen Kabeln sowie alte Kabel mit neuen Zündkerzen – jedoch ohne Erfolg.
Ich versuche logisch nachzudenken und vermute, dass es sich um ein kleines Problem handeln muss, da das Auto vor der Wartung einwandfrei lief.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir einen Rat geben?
Edit: Er hat mir einige Bilder von der Ausrichtung des Zahnriemens geschickt.
Mit freundlichen Grüßen
Martin
Hallo Efkan,
Danke für die schnelle Antwort.
Wenn der Ansaugkrümmer-Dichtungssatz oder die Ventildeckeldichtung nicht richtig eingebaut sind und es dadurch eventuell zu einer Luftundichtigkeit kommt – würde man das dann bei einem Kompressionstest sehen?
Ich habe online auch etwas über einen Rauchtest gelesen. Denkst du, ich sollte einen solchen durchführen lassen, um mögliche Luftlecks zu überprüfen?
Bilder am besten mit dem Picuploader hochladen, links neben dem Schreibfeld zu finden, da brauchste auch nix verkleinern.
Zündspule u Kabel sind aber Neuteile? Ich weiß nicht wie das beim Twingo 2 ist, aber beim Twingo 1 mit 75 PS hat die Zündspule vergossene Zündkabel die man nicht tauschen kann.
Bleibt gesund und haltet bitte Abstand
Mein MC Silver, Megane CC Bj 2006 K4M,112PS, 210 Tkm gelaufen
Die Peaches meines Sohnes, Twingo Bj 03.2003 Beach, D7F, mit UCH etwas über 190 Tkm gelaufen.
Wenn die Werkstatt das alles auseinander hatte, und danach "Fehler eingebaut" hat, sollten die dann gewährleistungstechnisch nicht auch die Diagnose durchführen und alles tun, dass das Auto wieder läuft wie vorher?
Wenn die Werkstatt mit einer Nebelmaschine umgehen kann, ist das meistens ne gute und schnelle Variante Falschluftquellen zu finden.
Wird bei BMW meistens als "Must-have"-Werkzeug genannt. Ohne hat man fast keine Chance, undichte Stellen zu finden.
Wir sind nicht auf dieser Welt, um so zu sein, wie andere uns haben wollen!
Meine beiden:
Isabella: 2001 mit D7F ohne Klima, ohne UCH, aber vllt bald mit Turbo
24.04.2026, 07:38 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.04.2026, 07:40 von Broadcasttechniker.)
Wenn der Ansaugkrümmer runter war auch auf die Einspritzdüsen achten.
Und klar ist die Werkstatt zuständig wenn die den Fehler eingebaut hat.
Das nützt nur wenig wenn die nur eingeschränkte Kompetenz hat und womöglich auf Franzosen schimpft.
Ihr habt alle recht - das ist deren Fehler und sie sollten das Problem beheben. Und ich sehe auch, dass sie versuchen, das zu tun. Bisher habe ich nichts für die durchgeführte Inspektion bezahlt, da das Auto natürlich nicht läuft.
Ich habe jedoch die Befürchtung, dass sie an der falschen Stelle nach dem Problem suchen. Heute haben sie mir dieses Video geschickt, in dem sie zeigen, dass die Nockenwellenriemenscheibe dieses Spiel nicht haben sollte. Ich habe mir das Teil aber angesehen und es hat eine Feder im Inneren sowie einen hydraulischen Mechanismus, der durch Öl gesteuert wird. Laut Informationen im Internet ist eine leichte Bewegung normal. Was meint ihr dazu?
Morgen werde ich vor Ort sein und sie bitten, einen Kompressionstest sowie – falls vorhanden – auch einen Rauchtest durchzuführen.
Aha, ein D4F mit Nockenwellenversteller.
Ist im Bild im ersten Beitrag zu erahnen.
Das Spiel würde mir auch nicht gefallen, das wird aber wohl nicht die bemängelten Fehler provozieren.
Multiple Fehlzündungen sind fast immer Gemischfehler.
Ich würde auch nicht zu intensiv nach Falschluft suchen weil die D-Motoren unterdruckgesteuert einspritzen und daher gegen kleine Mengen Falschluft immun sind.Dass der Fehler erst so spät (10-15 Minuten) kommt irritiert mich allerdings.
Ich kann dir nur empfehlen die Werkstatt zu wechseln. Die haben NULL KOMMA NULL Plan. Das Auto hat Fehlzündungen auf allen Zylindern. Ein Wechsel der Zündkerzen und Stecker bringt in dem Fall überhaupt keinen Mehrwert oder neue Erkenntnis. Das ist reiner Aktionismus und zeugt von vollkommener Hilflosigkeit. Das alle vier Kerzen, Zündspulen oder Anschlussleitungen gleichzeitig kaputt gehen, ist statistisch ausgeschlossen. Der Fehler wird also durch irgendwas erzeugt, was auf alle vier Zylinder gleichmäßig/ gleichzeitig einwirkt. Da das erst nach 10 Minuten auftritt scheint es irgendwie termisch getriggert zu sein. Wenn das Auto wirklich 10 Minuten ordentlich läuft und der Fehler erst dann auftritt, schließe ich einen harten mechanischen Fehler aus, da bringt auch ein Kompressionstest keinen Mehrwert,
Der Kompressionstest ist schnell und einfach durchgeführt, kannst du spaßeshalber trotzdem machen (lassen).
Wenn die Werkstatt das kann, sollen Sie die Zündsignale mit einem Oszi ansehen, ob diese regelmäßig da sind oder Ausfälle haben. Wenn die Werkstatt das nicht kann, ist das ein weiterer Grund, die Werkstatt zu wechseln. Wenn die Zündsignale sauber da sind, dann kann der Fehler nur noch auf der Gemischseite liegen - das wurde ja weiter oben vom Ulli schon vermutet. Dann dort weitersuchen. Aktuell erscheint mir die Fehlersuche der Werkstatt sehr fragwürdig und chaotisch, die überprüfen die Steuerzeiten und damit ihre eigene Arbeit, das sprciht nicht für Vertrauen zu den eigenen Fähigkeiten. Das Tauschen der Kerzen und Zündgeschirre ist Folklore und Kokolores. Mit den Bildern von dem Zahnriemen wollen die sich nur gegen Regressansprüche wehren. Andere Werkstatt und Anwalt einschalten.
Vielen Dank nochmals an euch alle für die Teilnahme an dem Thema. Es hilft wirklich sehr, sich mit jemandem austauschen zu können.
Im Moment ist ein Wechsel der Werkstatt keine Option, da ich noch zwei weitere Werkstätten gefragt habe, diese aber nach Schilderung des Problems abgelehnt haben, das Auto anzunehmen (was durchaus verständlich ist, da es aktuell ein ziemlich schwieriger Fall ist).
Heute hatte ich die Möglichkeit, das Auto zu fahren, und ich möchte kurz beschreiben, was ich erlebt habe. Der Wagen startete ganz normal, aber nach etwa 2–3 Minuten erschienen die Warnleuchten. Sie blinkten ungefähr 30 Sekunden lang und verschwanden dann wieder. Das passierte mehrmals. Zur besseren Veranschaulichung habe ich auch ein Video hochgeladen.
Außerdem ist mir aufgefallen, dass laut meinem OBD2-Gerät (ich weiß allerdings nicht, wie genau es ist) die Kühlmitteltemperatur ziemlich hoch ging – bis auf 104 Grad. Dafür gibt es jedoch keine Anzeige im Armaturenbrett, und der Kühlerlüfter schaltet sich auch nicht ein, was ich ehrlich gesagt ziemlich seltsam finde. Ich weiß nicht, ob das mit den Fehlzündungen zusammenhängt oder ob dieses Problem schon vor der Inspektion vorhanden war, da ich damals noch kein OBD-Gerät hatte.
Ein Kompressionstest wurde durchgeführt, und laut Werkstatt lag der Wert bei 12–13 bar, was eigentlich nicht schlecht ist. Am Montag oder Dienstag soll ein Rauchtest zur Überprüfung auf Luftlecks durchgeführt werden sowie ein Test der Zündsignale mit dem Oszilloskop, wie von Sid Ahmed Quid Taya vorgeschlagen.
Ich weiß das klingt wie eine doofe Frage, insbesondere da der Fehler erst ab 10 Minuten eintritt: Aber die Zündreihenfolge wurde beim Wechsel der Zündkerzen richtig eingehalten, oder? Renault hat hier ggf. eine andere Zählweise der Zylinder als andere Marken.
Laut KI (ja, ich weiß...keine super quelle) könne die ECU bei bestimmten vertauschten Reihenfolgen ggf. im Kaltstart durch Änderung des Gemisches soetwas teilweise kompensieren (was allerdings zu höheren Abgastemperaturen führen würde, wie deine hohe Temperaturen im Wasserkreis). Und erst ab Regelung im geschlossenen Kreis (bezogen auf Lambda-Sonde, nach Erwärmen des Motors) reicht die Gemischbildung nicht mehr, um die falsche Reihenfolge zu kompensieren....ich kenne mich da nicht gut aus....ist also nur ein Gedanke in den Raum geworfen, da den noch keine*r angebracht hat....so doof die Frage auch sein mag, prüfen kann nicht schaden, außer das kann hier wer sofort negieren
Die Zündreihenfolge 1-4 und 2-3 kann man nicht verwechseln, der Motor läuft dann nicht.
Das Vertauschen von 1 und 4 sowie von 2 und 3 macht prinzipbedingt gar nichts.
Komplexer wird es bei den D Motoren mit der Einspritzung.
Da kann man beim Vertauschen Mist machen.
Die Stecker und der Kabelbaum sind da aber vertauschsicher.
Zur Lambdasondenregelung.
Die setzt dank Beheizung schon nach wenigen Sekunden ein.
Zum Kühlerlüfter
Der schaltet sich nur im Stand ein, und das sehr spät.
So spät dass sich hier im Forum schon einige dazu geäußert haben.
Das Einschalten lässt sich provozieren (mit abgelegtem Fehler) wenn man den Kühlwassersensor abzieht.
Das MSG erkennt einen Fehler und lässt in Panik dem Kühlerventilator laufen.
Teste das mal.
Wenn du das Auto behalten möchtest, dann würde ich den Nockenwellenversteller eventuell wechseln lassen.
Der Zahnriemen kann bleiben.