Autofans sind richtig bei AUTODOC
Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Fehler an Elektro-hydraulische Baugruppe ?
#1
ZZTwingo1 
Hallo Forum,

ich habe an meinen Twingo Phase 2 mit D4F und Quickshift Getriebe
folgendes Problem:

Was ist am Hydro-System defekt oder was ist schuld, 
dass beim Abstellen des Motors der Ausgleichsbehälter 
nach ca. 1 bis 2 Stunden überläuft ?

– Was meinen mir die Profis? – LG Robert
Zitieren
Es bedanken sich:
#2
Wenn der Ausgleichsbehälter überläuft ist der Speicher defekt.
Kurz erklärt.
Ist der neu, dann wird der Abschaltdruck schon bei halben Speichervolumen erreicht.
Genau dann ist der Behälter bis zur Marke aufzufüllen.
Ist er kaputt, dann geht in etwa das gesamte Speichervolumen rein.
Füllt man dann bis zur Marke, der läuft der Behälter in Ruhe über.
An deiner Frage erkenne ich dass du noch keinen längeren Quickshift Thread gelesen hast.
Mach das mal.
Frage zwischendurch: Wie oft kannst du schalten bis die Pumpe wieder hörbar anläuft?
Läuft sie sogar dauernd oder intermittierend während eines Schaltvorgangs, dann ist der Speicher absolut tot.
Und dein Pumpenmotor bald oder jetzt schon auch.
Geteiltes Wissen ist doppeltes Wissen
Zitieren
Es bedanken sich:
#3
Danke Ulli, .... aber trotzdem Danke für Dein Bemühen mir dabei zu helfen den Fehler zu verstehen und zu finden.

Zuerst beantworte ich Deine Frage an mich und dann nochmal meine Frage mit einer Frage, die ich überhaupt nicht verstehe.

Schalten nachdem die Druckpumpe den Systemdruck aufgebaut und abgeschaltet hat, ist 3-4 mal möglich. 
Ergo, .... Druckspeicher OK.
Die Pumpe läuft danach wieder an und schaltet sich (siehe oben) danach wieder ab.
Nach meinem Verständnis soweit alles in Ordnung und für mich nachvollziehbar.

Aber jetzt kommts,
was mir nämlich überhaupt nicht einleuchtet, das steht so ziehmlich am Schluss vom Text.

Also, nach Abstellen des Motors hat es immer circa eine halbe bis eine Stunde gedauert bis der Ausgleichsbehälter ein wenig übergelaufen ist.  
Hat mich nicht sonderbar gestört, weil ich nur ab und zu (bei Motorstllstand) ein bisschen ATF-Öl nachfüllen habe müssen und am Boden keine Ölflecken zu sehen waren.
 
Beim nächsten Motorstart, hat zwar die Hydraulikpumpe das System immer wieder durch „anlaufen“ unter Druck setzten müssen, 
aber das hat nur so lange gedauert bis ich angeschnallt war und dann den Motor gestartet habe. 
Also für mich nicht weiter schlimm. 

– So, ….. jetzt bin ich aber TÜV-fällig und habe gesehen, dass der Unterboden und Unterfahrschutz so stark verölt ist, 
dass der TÜV mucken machen wird. Ergo, …. Nachschauen wo genau der Fehler liegt. 

Da ich nicht weiß, wie die hydraulische Sache genau funktioniert (Ausgleichsbehälter - Elektropumpe – Druckspeicher – Kupplungsmodul – Stellgliedmodul 
mit den Magnetventilen und den Hochdruckleitungen etc.), habe ich in der  3795A_D4F_Quickshift  Rep.- Service Anleitung zuerst versucht herauszufinden 
wie das System genau funktioniert. 
Fündig bin ich da aber nicht geworden. 

Was mir nämlich nicht einleuchtet, wenn im Druckspeicher die Membrane defekt ist, dann würde ja die Hydro-Flüssigkeit auf die andere Seite der 
Membrane gedrückt werden und nicht wie in meinem Fall zum Ausgleichsbehälter.

Liebe Grüße Robert
Zitieren
Es bedanken sich:
#4
Nein, der Druckspeicher altert einfach und verliert dabei seinen Gasdruck.
Da ich über 13 Jahre Citroens mit Hydropneumatik gefahren bin habe ich da etwas Erfahrung.
Es kommt auch vor dass das verlorene Gas in den Flüssigkeitskreislauf kommt.
Dort wird es normalerweise automatisch weg entlüftet. Wenn es allerdings in den Hinterradkreislauf kommt kommt es da nicht mehr weg.
Im Quickshift Getriebe stört das auch nicht.
Wenn also dein Behälter überläuft, dann hat den jemand schlicht überfüllt.
Nach der Erstfüllung bzw. nach Reparatur wird da auch nichts mehr nachgefüllt solange nichts austritt.
Das Nachfüllen machen die Leute wenn sie bei verschlissenem Speicher -deiner ist in Ordnung- sehen dass der Ausgleichsbehälter leer ist und ziehen falsche Schlüsse.

Das System besteht aus einem "Gehirn" welches in Abhängigkeit von Stellung des Wahlhebels, Gaspedalstellung bzw. Last, Drehzahl des Motors und Geschwindigkeit
die Drosselklappe elektrisch bedient, sowie hydraulisch die Kupplung und die Gangwahl.
Dazu kommen noch Schutzeinrichtungen die z.B. das Bremspedal, die Türkontakte und die Motorhaubenöffnung überwachen und den Anlasser sperren können.
Den Hydraulikdruck erzeugt eine elektrische angetriebene Pumpe welche durch einen Druckfühler an und ab geschaltet wird.
Damit die nicht dauernd Läuft und der Druck im System sich nicht zu schnell ändert gibt es den Druckspeicher.
Alle Aktuatoren werden über insgesamt drei Positionsgeber überwacht.
Als da sind Kupplungsweg, Gangwahl und Gassenwahl.
Die letzteren werden von beiden Seiten angetrieben, deswegen gibt es insgesamt 5 Hydraulikventile.
Geteiltes Wissen ist doppeltes Wissen
Zitieren
Es bedanken sich:


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste