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Frage zur Rechtslage - Druckversion

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Frage zur Rechtslage - Heppy - 06.02.2018 19:52

Hallo Gemeinde,

Ich habe für mein geerbtes Auto, welches Schäden an Heckklappe und Beifahrertür hinten hat, gebrauchte Karosserieteile in Wagenfarbe über einen gewerblichen Händler von eBay Kleinanzeigen gekauft.

Die Teile waren laut Händler in sehr gutem Zustand und wurden per DHL Spedition versandt.

Die Teile kamen am 11.1.18 an und wurden nicht aufgemacht und überprüft.

Gestern am 5.2.18 teilte mir dann mein Mechaniker mit das die Heckklappe deutliche Schäden aufweist die auf Transportschäden hindeuten.
Dazu ist das Teil leicht verzogen und müsste gerichtet werden.

Die Tür weißt leichte Kratzer auf und hat eine Rostblüte an der Unterseite.

Ich habe mit dem Händler gesprochen und er versucht DHL zu erreichen bezüglich des Transportschadens.

Falls DHL keine Haftung übernimmt - was kann ich dann machen?

Beide Teile weisen Mängel auf die in keinster Weise sehr gutem Zustand entsprechen.

Die 14 Tage Rückgaberecht sind vorbei - welche Optionen bleiben mir?

Danke für eure Antworten


RE: Frage zur Rechtslage - Theloo - 06.02.2018 20:00

Transportschäden sind bei Annahme bzw. eigentlich vor Annahme vom Lieferanten vermerken zu lassen sonst ist der Spediteur sofort raus. Sowieso reden die sich eigentlich immer mit nicht zureichender Verpackung raus.
Der Verkäufer wird sicherlich nicht zugeben, dass die Schäden schon vor Verkauf da waren, egal ob wahr oder nicht.

Meine Prognose für das ganze ist, dass du das ganze als Lehrgeld verbuchen werden musst.


RE: Frage zur Rechtslage - Broadcasttechniker - 06.02.2018 20:10

So isses.
Irgendwo in den Tiefen des Forums existiert ein thread über Lambodoors.
Da steht alles drin.
Ich suche mal und aktualisiere dann.
Das war es nicht, aber so ähnlich http://www.twingotuningforum.de/thread-29031-post-8664820.html#pid8664820
http://www.twingotuningforum.de/thread-25734-post-8626665.html#pid8626665

Die Frist betrifft imho nur die Willenserklärung zum Widerruf, nicht den tatsächlichen Rückversand.
Wenn du nie widerrufen hast, dann hake es ab oder appelliere an den guten Willen.


RE: Frage zur Rechtslage - Heppy - 06.02.2018 20:20

Was ist mit Gewährleistung und das Recht auf Nachbesserung?


RE: Frage zur Rechtslage - Theloo - 06.02.2018 20:29

Das Problem ist die Zeit, die du verstreichen hast lassen. Auch behaupte ich, bei gebrauchten teilen wird der Verkäufer sicherlich einen Pasus in der Anzeige haben, das die Teile gebrauchs und lagerspuren haben können.


RE: Frage zur Rechtslage - Broadcasttechniker - 06.02.2018 20:30

@Heppy
Prinzipiell ja.
Aber in der Praxis, oh Mann.
@Heppy
Was hat alles zusammen gekostet?


RE: Frage zur Rechtslage - Heppy - 06.02.2018 20:38

Alles zusammen 500€


RE: Frage zur Rechtslage - ogniwT - 06.02.2018 20:39

(06.02.2018 20:20)Heppy schrieb:  Was ist mit Gewährleistung und das Recht auf Nachbesserung?

Bei Gebrauchtteilen? Wenn der Verkäufer auch nur halbwegs einen Plan hat, dann hat er das in den AGB
für Gebrauchtteile ausgeschlossen. Für alles weitere genügt der des Slogan "übliche Gebrauchsspuren".

Im übrigen mache ich gerne Screenshots der Anzeigen von denen ich gekauft habe. Im Fall der Fälle kann
sich dann keiner mit Spitzfindigkeiten raus reden.


RE: Frage zur Rechtslage - Heppy - 06.02.2018 20:43

@ogniwT: Ich habe keinerlei AGBs gefunden und auf Nachfrage zum Zustand der Teile kam ein „sehr gut”.


RE: Frage zur Rechtslage - Sid Ahmed Quid Taya - 06.02.2018 21:50

Was ist das für ein geerbtes Auto? 500€ für alte Karosserieteile ist schon heftig oder ist ein Oldtimer?


RE: Frage zur Rechtslage - Heppy - 06.02.2018 21:59

Es handelt sich um einen W204 von 2008. Die Teile waren laut Verkäufer in einem sehr guten Zustand, was mich dazu führte mich auf das Geschäft einzulassen. Kaputte Teile bzw. schlechtere Qualität findet man sonst überall wesentlich billiger und zu Hauf.


RE: Frage zur Rechtslage - Broadcasttechniker - 07.02.2018 00:24

Hast du direkt an die Werkstatt liefern lassen?
Dann sollen die sehen wie sie das hinbekommen, sie haben ja auch die Annahme versaut.


RE: Frage zur Rechtslage - Patchworker - 10.02.2018 17:05

Hi

dann gebe ich auch noch meinen Senf dazu:

Was der eine (in diesem Fall der Händler) für sehr gut befindet, muss ein andere, in dem Fall du bzw. die Werkstatt, noch lange nicht für sehr gut befinden.
Das liegt im Auge des Betrachters.

Es gibt Fahrzeuge wo z.B. die Türen unten durch rosten weil diese Fahrzeuge immer bei Tag und Nacht, bei jedem Wetter, draußen stehen. Bedingt durch schlechte Verarbeitung.

Das gleiche Fahrzeug was weniger bewegt wird und meist in der Garage steht, sind die Türen
"nur" angerostet bzw. Flugrost haben. Im Vergleich also in einem sehr guten Zustand.

Bei gebrauchten Teile MUSS man ganz genau nach Zustand fragen.
Zudem Bilder usw.
Bei Lieferung müssen diese Teile sofort kontrolliert werden ob diese genau der Beschreibung passen.
Ansonsten ........ ich sage mal: Lehrgeld bezahlt. Traurig aber wahr.

LG
Alex


RE: Frage zur Rechtslage - rapiderich - 10.02.2018 18:51

bei diesen autos aus diesem baujahrzeitraum rosten die türen sogar im vakuum....
wurden üblicherweise ohne viel aufhebens im rahmen eines KD getauscht.
ohne den kunden mit fakten zu beunruhigen...

gruß, stefan


RE: Frage zur Rechtslage - Heppy - 10.02.2018 20:15

KD - Kundendienst? Es werden nach so langer Zeit wirklich Teile wegen Rostes auf Kulanz getauscht?